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Adly Go Kart 125

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Leistung: 8 PS
Drehmoment: Eine Spur mehr als ein Akkuschrauber
Zylinder: 1 (4-Takt)
Hubraum: 125cm³
Eigengewicht: 160 kg
Beschleunigung 0-100 km/h: Hatte keinen Kalender mit
Höchstgeschwindigkeit: ~100 km/h
Antrieb: Automatik
Standort: Mr. Eder´s store
Fahrer: phj (nix Photoshop, ich schwöre!!!)
Beifahrer: Wir wollen mal nicht übertreiben
Charakteristik: Mad Max´s Nachthemd

Der Untertitel dieses Tests könnte eigentlich “Die unheimliche Begegnung der dritten Art” heißen.

Zwar habe ich die Existenz solcher Gefährte wohlwollend hingenommen, aber im festen Glauben, daß mein Luxuskörper
in 100 Jahren nicht in so ein Ding reinpassen würde, sofort wieder ad acta gelegt.
Doch am 28.05.2005 sollte ich eines Besseren belehrt werden.

Nichts ahnend kam ich an diesem besagten Samstag in unser Stammcafe und da stand so ein Ding.
Wie der Zufall es so wollte, kannte ich den Besitzer. Auf das leidige Thema “I paß do nie eine” angesprochen entgegnete er nur
“Geh, des geht scho”. Sichtlich verunsichert versuchte ich meinen Arsch in den Schalensitz zu pressen. Und siehe da, es gelang.
Ohne Vaseline, Schuhlöffel oder WinZip. Na wenn ich schon mal drin bin, dann will ich aber auch fahren.
Als gebrandmarktes Kind in Sachen “phj vs Law” kurzer Rundumcheck.
Blinker, 2 Taferln, 2 Spiegeln, Licht, Käfig, Verbandspackl… ois do.
Na was solls. Fahr ma halt eine Runde. Mehr als sterben kann man sowieso nicht.

Erster Eindruck nach dem wegfahren “Naajo, schnö is aunders”. Dann kam die erste Kurve. “Bist du depad, des liegt” schoss mir
durch den Kopf. Das ist wie auf der Monza Kartbahn, nur mit Gegenverkehr. Die Straßenlage kompensiert die “lächerlichen” 8 PS
problemlos. Hat man sich mal an die am Lenkrad sitzenden Schaltelemente, die stark an ein Motorrad erinnern, gewöhnt
klappts auch ohne Organstrafmandate.

Und bitte, das Viech geht MIT MIR DRAUF/DRIN laut dem serienmässigen Radltacho ~100 km/h. Respekt.

Die Bremserei ist zwar keine Keramikanlage aus Zuffenhausen, aber stehen bleiben tuts doch.
Ich weigere mich zu glauben, daß das Quietschen der Bremsen auf Überlastung zurückzuführen ist.
Witziges Detail: Bei einer Vollbremsung stempeln die Hinterräder wie bei einem Motorrad.

Unglaublich ist der “Hinguckfaktor“. Die Leute packens einmal überhaupt ned, wenn man mit dem Geschwür seine Runden dreht.
Die Reaktionen decken das volle Spektrum von “Ich krieg keine Luft vor lauter Lachen”, über “Oida, wos isn des?” bis zu
“Hallo, ich hätte gerne Agent Mulder gesprochen, die sind jetzt da glaub ich” ab.

Dank Überrollkäfig braucht man auch keinen Helm tragen. Gurtpflicht würde eigentlich bestehen, aber da ich so problemlos in
das Ding reingepasst hatte, wollte ich mein Glück nicht überstrapazieren.
Der Käfig ist übrigens abnehmbar, dann besteht allerdings Helmpflicht. Aber wo kommt dann die Kamera hin?

Nach einer halben Stunde gab ich das Ding schweren Herzens wieder in die Obhut seines Besitzers zurück.

In Anbetracht der Möglichkeiten die dieses rollende Gitterbett bietet ( winterliche Dopplerhüttenfahrten, Regendrifts, Schottergrubenhatzen,…..)
hat mich der Preis von rund 3000€ nicht mal von den Socken geworfen.
Und wenn alle Stricke reißen, hat Onkel Polini sicher noch irgendwo einen 500er Murl im Keller.

Wer weiß, vielleicht gönn ich mir demnächst “W PHJ 2″ 😉

 

phj

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